Da es sich einzubürgern drohte, daß aktive Mitglieder am Festball ihre eigene Schwester als "Dame" mitbrachten, wurde beschlossen, dieser "Unsitte" ein Ende zu bereiten. Lt. Beschluß vom 28.12. ist dies seither nicht mehr erlaubt. Die Markt Erlbacher Fosernacht wird erstmalig nach dem Krieg komplett von den Cones durchgezogen. Sie stellten das Faschingskomitee und den Faschingsprinzen. Sie veranstalteten einen Maskenball mit Prämierung (Faschingsdienstag). Der Umzug setzt sich fast auschließlich aus Coneswagen und Fußgruppen zusammen. Die Beiträge zur Faschingszeitung konnten in der Dorschmiede Kirchdörfer abgegeben werden. Die Faschingszeitung erscheint in neuer Auflage von 600 Stück und wurde von den Cones und Ehrencones verkauft.
Als besondere Attraktion wird in diesem Jahr vom 24. bis 26.06. eine Fahrt mit der Bundesbahn an den Bodensee durchgeführt. Der Maibaum bleibt auf Versammlungsbeschluß über die Kirchweih hinaus stehen. Sein Kranz wurde zwischenzeitlich mit frischen Eichengrün wieder aufgepeppelt. Das Vorhaben der Cones das 30-jährige Jubiläum am Pflanzenwasen durchzuführen, wurde von der damaligen amerikanischen Militärregierung abgelehnt. Der Festball fand aufgrund Doppelbelegung des Termins mit dem Gesangverein "Liederkranz" erst am Krichweihdienstag statt.
Zum Festball wurde zwecks hoher Schneelage jeder Cones inkl. Dame mit dem Pferdeschlitten abgeholt und zum Festball gefahren. Bei jeder Fahrt dabei: Oberclubdepp Ruhmann mit Frack, Zylinder und Laterne. Faschingsorganisation wie im Vorjahr, jedoch wurden erstmals alle hiesigen Vereine schriftlich aufgefordert, sich aktiv am Umzug zu beteiligen. Zum öffentlichen Tanz am Faschingsdienstag mit Maskenprämierung im Saal Schwarz betrug der Eintritt DM 1,20. Der Faschingskurier erschien in einer Auflage von 800 Stück. Im Juni fand eine 3-Tages-Busfahrt der Cones/Ehrencones nach Berchtesgaden statt. Als Marschverpflegung dienten die Reste der Hochzeitstafel von Conesbruder W. Hellwig vom Vorabend. Die feuchtfröhliche Versammlung vom 11.08. mußte um 22.30 Uhr wegen Biermangels vom Gasthof Popp in den Gasthof Frühwald verlegt werden. Die Kirchweih wurde mit Musik in den Gasthöfen der Ehrencones abgehalten. Aber nicht miteinander, sondern hintereinander. Samstags beim "Lampi", Sonntag beim Merz und am Montag beim Schwarz.
Pünktlich einen Tag vorm Festball erschien folgendes Inserat in der Zeitung:
(wer findet die 2 Fehler des Inserats?)
Zum letzten Mal wird in diesem Jahr die Markt Erlbacher Fosernacht komplett von den "Cones" organisiert und durchgeführt. Seit der Auflösung des Turnvereins wurde diese traditionelle Veranstaltung vom Club weitergeführt. Nach der Wiedergründung des Turn-und Sportvereins am 08.11. übernahm dieser wieder die Durchführung des Faschings.
Thema "Festball"
Von den "Aktiven"-Teilnehmern wurden z.B. in diesem Jahr anläßlich des Festballs folgende monitäre Beiträge abverlangt:
| Einhebung durch Kassier | DM 30,- |
| Wer ohne Dame erscheint | DM 25,- |
| Wer gar nicht erscheint | DM 30,- |
| Wer zu spät kommt | DM 5,- |
| Nichterscheinen zum Saal- Schmücken ohne Grund | DM 0,50 |
"Öfter mal was neues" Diesmal wird die Faschingszeitung von den Ehrencones in der Provinz verkauft. Die Cones verkaufen in Markt Erlbach. Der neu gegründete Turn-und Sportverein erhält heuer eine Ausnahmegenehmigung: Er darf in diesem Jahr den Maibaum aufstellen. Rudolf Meyer aus Marktredwitz überreicht dem Club eine neues "Nachtgeschirr" (Hofen)
Nachdem das Maibaum-Aufstellen durch den TSV im letzten Jahr reibungslos vonstatten ging, durfte er auch in diesem Jahr auf Beschluß der Versammlung den Maibaum errichten.
Als besondere Attraktion beteiligten sich die Cones an einer Gemeinschaftsfahrt nach Tirol mit dem "Gläsernen Zug" der Deutschen Bundesbahn.
Wer am Conesball "sittenwidrig tanzte, wurde mit einer Strafe belegt und mußte DM 5,- in die Clubkasse bezahlen. Der traditionelle Himmelfahrtsausflug wurde in diesem Jahr mit dem Landauer und einem Ochsen als Vorspann, durchgeführt. Am 01. April wurde zwischen 15.00 und 16.00 Uhr der clubeigene "Kirchweihbär" als Steigerwaldbär in einem selbstgebauten Raubtiertransporter vor dem Rathaus in Neustadt/Aisch für Schaulustige als Aprilscherz aufgestellt. Diese Aktion fand großen Anklang in der lokalen Presse.
Auf einer außerordentlichen Versammlung am 27.12. im Nebenzimmer des Gasthauses Popp überreichte Rudolf Meyer aus Marktredwitz einen neuen Hofen speziell für die Ehrencones. Er brachte damit seine Verbundenheit zu seiner zweiten Heimat Markt Erlbach zum Ausdruck. Nach den Dankesreden der Ehrencones Christoph Bub und Heinz Feuerlein drehte der neue Hofen (gefüllt mit Marktredwitzer Bier) mehrere Runden unter den Anwesenden.
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