Einer der Höhepunkte neben der Kirchweih im August ist der „Conesball“, auch Festball genannt. Er eröffnet den alljährlichen Reigen verschiedenster Veranstaltungen, die der JCEW über das Jahr verteilt durchführt.
Zu diesem Ball muß jeder „Aktive“ , d.h. unverheiratete Cones eine Dame seines Herzens einladen, was bei manchem auf größere Probleme stößt, weil die Damen bereits vergriffen oder in festen Händen sind. So kommt es nicht selten vor, daß manch' nervöser Cones am Samstag, wenige Stunden vor dem Ball, hektisch durch die Gegend fährt und verzweifelt nach einer freien Dame sucht. Wobei die meistens vom Erfolg gekrönt ausgeht.
Der Abend wird im, von den Cones festlich geschmückten Saal eröffnet, indem der 1. Vorstand und der Clubdepp(2. Vorstand)die Aktiven zur Polonaisse führen.Ab diesem Zeitpunkt ist allgemeiner Tanz angesagt, wobei es sehr auf das Können der Musiker ankommt, wie die Stimmung steigt.
Gegen 22.00Uhr wird die Bar eröffnet, die jedes Jahr unter einen anderen Motto steht; wobei es von Jahr zu Jahr schwieriger wird, ein geeignete Gestaltungsmöglichkeiten zu finden. Höhepunkte der Bargestaltung waren eine Rutschbahn, wodurch die Bar mehr oder weniger sicher erreicht wurde;ein Karussel;ein Labyrinth, welches manchem erhebliches Kopfzerbrechen bereitete;oder eine tropische Hängebrücke, durch die das körpereigene Schwanken noch unterstüzt wurde.
Um Mitternacht kommt es zum eigentlichen Höhepunkt des Abends: Auf diesen Zeitpunkt haben alle neu aufgenommenen Mitglieder des „Clubs“ gewartet.Durch eine nicht ganz alltägliche Zeremonie werden sie in den Stand der „Aktiven Cones“ erhoben.Bei diesem Procedere werden die Kanditaten auf die Tanzfläche gebeten und unter dem Beisein aller Aktiven und Ehrencones vom 1.Vorstand abgekehrt, wobei der Clubdepp alle wichtigen Stellen des Körpers mit einer Laterne gründlich ableuchtet.Wird der Kanditat für sauber befunden, muß er einen kräftigen Schluck aus dem mit Weinschorle gefüllten „Nachthofen“ nehmen.Abschließend werden sie unter Aushändigung der „Clubnadel“ in den „Aktiven Conesstand“ erhoben.
Nun folgt ein Ritual, das bereits seit 75 Jahren besteht:Der frischgebackene Cones muß jedem Ehrencones die Hand reichen und mit dem Spruch: „Cones sein, heißt Cones bleib'n“ seine Dazugehörigkeit bekunden. Vergißt er einen Ehrencones oder reicht er einem Aktiven die Hand , wird er vom 1. Vorstand zugleich bestraft(nicht unter 5 Weinschorlemaßen). Die Aufnahme in den Club wird mit dem Absingen des Clublieds(„Oh Alte Burschen Herrlichkeit....“) abgeschlossen.
Die Neuaufgenommenen müssen mit ihren Partnerinnen einen Ehrenwalzer tanzen, was schon zu kurzfristigen Tanzkursen im Clublokal führte;beim Tanzen werden sie tatkräftig von der Vorstandschaft unterstüzt, um etwaige Taktschwierigkeiten zu vertuschen.
Danach ist wieder Tanz bis „zum Abwinken“ angesagt, der gegen 2.00 Uhr morgens erneut unterbrochen wird, da das vorbereitete Kalte Buffet aufgetragen wird. So gestärkt widmen sich die einen dem Tanz und der Unterhaltung und die frisch Aufgenommenen erfahren eine Belehrung des „Conesopa's“ (der älteste aktive Junggeselle), wobei sie über den Sinn und Zweck des JCEW aufgeklärt werden und jeder eine Satzung des Clubs erhält.
Offiziel wird der Ball um 5.00 Uhr morgens unter Mitwirkung der Festkapelle am Marktplatz mit dem „Morgenrot“ beendet.Inoffiziellen Gerüchten zufolge wurden in früheren Jahren sogar gutgekleidete Personen noch am frühen Montagmorgen gesichtet.
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